Von Donnerstag bis Sonntag haben wir uns wieder auf unserem Arcanara-Land getroffen — dort, wo mitten im Taunus ein ruhiger, grüner Flecken auf uns wartet. Kaum angekommen, ist das Gefühl da, das dieser Ort für uns hat: ankommen, durchatmen, unter Freunden sein. Manche trugen an diesem Wochenende Kränze aus Laub und Blüten — ein kleines Zeichen dafür, dass hier etwas anderes zählt als der Alltag.
Erst die Arbeit. Bevor gefeiert wird, wird gewerkelt — so ist das bei uns. Die Hecke wollte geschnitten, das eine oder andere in Ordnung gebracht werden; unser „Jean Pütz“ hat sich mit einem Kumpel gleich einem Radwechsel angenommen. Ein Stück Land gemeinsam zu pflegen gehört einfach dazu: Man sorgt für den Platz, der einen trägt.
Ein besonderer Moment: die Kakao-Zeremonie. Wiederentdeckt und mit Bedacht gefeiert. Schon die Vorbereitung gehört dazu: Am großen Tisch wurden gemeinsam Kränze aus Laub und Blüten gebunden — mit Ruhe, in gemütlicher Runde, als Teil des Rituals.
Eine Zeremonie ist ein bewusster, feierlicher Akt — hier ging es darum, gemeinsam zur Ruhe zu kommen und die eigene innere Stärke wieder zu spüren, in einer achtsamen, fast heiligen Atmosphäre. Wichtig ist uns: Dem Kakao wird nichts beigemischt, keine bewusstseinsverändernden Substanzen. Es ist der Kakao selbst, den wir teilen.
Ihre Wurzeln hat diese Zeremonie weit zurück bei den Ureinwohnern Südamerikas — bei Maya, Inka und schon den Olmeken vor über 3.000 Jahren. Für sie war der Kakao Ausdruck einer tiefen Verehrung für die Natur und die Schöpfung. Und ganz nebenbei: Kakao kann glücklich machen — er bringt Nährstoffe wie Eisen, Magnesium, Zink und Tryptophan mit, aus denen der Körper Botenstoffe wie Serotonin bilden kann.
Und weil so ein Tag nicht nur still sein muss, wurde auch getanzt — ein bisschen Bewegung, ein bisschen Leichtigkeit, mitten auf der Wiese.
Abends dann, was auf keinem Treffen fehlen darf: Der Schwenkgrill glüht, es wird gegessen, gelacht und erzählt, die Kinder toben, und am Lagerfeuer sitzt man noch lange beisammen. (Nein, wir murmeln dabei keine geheimen Formeln — auch wenn manche das gern glauben würden.)
Ein Blick über den Zaun. Wer bei uns in der Gegend unterwegs ist, dem lege ich einen Abstecher zu den Eschbacher Klippen ans Herz — ich war an diesem Wochenende dort. Schroffe Felsen, weite Sicht, viel Ruhe: genau die Stille, die wir auch auf dem Arcanara-Land suchen und finden.
Es war wieder ein Wochenende, das nachwirkt. Und wie immer gilt: Wer neugierig geworden ist, schaut gern vorbei und lernt uns kennen.



















